Adiuventia
Wegleitung. Gegeben. Wegleitung. Gegeben.

Begriffserklärung


Adiuventia ist es ein Anliegen die in dieser Branche benutzte Fachsprache ihren Kunden zu erläutern und diese mit ihnen zu teilen.

Dies mit dem Ziel, noch präziser durch eine gemeinsame Sprache, mit Themen vornehmlich aus dem Bereich Private Wealth Management, richtige Ansätze und Strategien möglicher Mandate definieren zu können*.

*In der internationalen Finanzwelt werden viele Begriffe generell in ihrer englischen Formulierung verwendet. Oft gibt es keine eindeutige Übersetzung in andere Sprachen. Manche der im Glossar aufgeführten Fachbegriffe sind deshalb nicht übersetzt, namentlich da, wo die Gefahr von Begriffsverwirrungen besteht.

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A

Affluent Banking
Als «Affluents» werden Bankkunden mit einem Vermögen zwischen CHF 100’000 und 500’000 bezeichnet, die einerseits nicht mehr ins «Massengeschäft» fallen, anderseits aber auch noch nicht zum eigentlichen Kundenkreis des Private Banking zählen. Die Grenze zwischen Affluent- und Private Banking-Kunden wird unterschiedlich gezogen. Viele Bankinstitute bedienen Kunden bereits ab CHF 250’000 mit standardisierten Anlagelösungen, wobei heute vor allem das künftige Wachstumspotential eines Kunden ausschlaggebend ist.

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All-in-Fee
Anstatt alle Kosten einzeln zu belasten, erheben verschiedene Fondsleitungen eine Pauschalgebühr, All-in-Fee genannt. Sie enthält die Kosten, die mit der Verwaltung des Anlagefonds sowie dem Kauf, Verkauf und der Verwahrung der Wertpapiere zusammenhängen. Der Anleger weiss im voraus, mit welchen Aufwendungen er jährlich rechnen muss. Stempelabgaben und Gebühren sowie allfällige ausländische Courtagen, Gebühren und Abgaben sind häufig von der All-in-Fee ausgenommen.

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Alpha-Faktor
Faktor im Basisindikatoransatz zur Ermittlung des Eigenkapitals für das Operationale Risiko. Gibt jenen Prozentsatz der gesamten Bruttoerträge an, der betragsmässig als Eigenmittel für das Operationale Risiko zu hinterlegen ist.

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Alternative Anlagen
Unter dem Begriff alternative Anlagen werden Investitionsmöglichkeiten zusammengefasst, die nicht den traditionellen Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen oder Geldmarktanlagen angehören. Dies sind z.B. Rohstoffe (Commodities), Private Equity oder Hedge Funds. Als wichtigster Grund für ein Engagement in alternative Anlagen wird deren Diversifikationspotential genannt. Man geht davon aus, dass sie eine tiefe Korrelation zu den traditionellen Anlagekategorien aufweisen, eine Eigenschaft, die auch Immobilien nachgesagt wird. Der Anteil alternativer Anlagen und Immobilien innerhalb eines Portfolios ist üblicherweise kleiner als 10%.

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Anlagebetrag
Der Anlagebetrag bezeichnet den Betrag, der angelegt und im Finanzplan berücksichtigt werden soll. Zusammen mit dem Sparbetrag dient er der Finanzierung des Ausgabenplans.

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Anlagehorizont
Der Anlagehorizont ist die Zeitspanne, für die der Anleger seinen Finanzplan ausarbeitet bzw. sein Vermögen anlegen will.
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Anlagerestriktion
Vorschrift, die für eine bestimmte Anlagekategorie Grenzen festlegt, innerhalb welcher der investierte Anteil des Portfolios liegen muss (z.B. mindestens 20% und höchstens 70% in die Anlagekategorie «Aktien Schweiz»).

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Anlagestrategie
Anlagestrategien werden häufig nach ihrer Aktien- bzw. Obligationenquote klassifiziert. Als Beispiel: Die Strategie «Obligationenquote» setzt sich aus 100 Prozent Obligationen/Liquidität zusammen, die «einkommensorientierte Strategie» (Yield Strategie) aus rund 80 Prozent Obligationen/Liquidität und 20 Prozent Aktien, die «ausgewogene Strategie» (balanced) 50 bis 60 Prozent Obligationen/Liquidität und 40 bis 50 Prozent Aktien, die «wachstumsorientierte Strategie» (Growth Strategie) rund 40 Prozent Obligationen/Liquidität und 60 Prozent Aktien und die «Strategie Kapitalgewinn» 100 Prozent Aktien/Liquidität.

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Art Banking
Für viele vermögende Anleger ist Kunst eine wichtige Anlagekategorie. Ihr grösster Vorteil: sie korreliert wenig mit den Finanzmärkten und verfügt damit als Vermögenskategorie über einen Diversifikationseffekt. Manche Banken bieten ihren Kunden (meist als Intermediär) inzwischen Dienstleistungen im Kunstbereich an, die vom Kunst-Research über die Beurteilung des Markt- und Versicherungswertes bis zur Vermittlung kompetenter Restaurationsfachleute oder dem nötigen Know-how für den Aufbau von Kunstsammlungen gehen.

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Asset-Liability-Management
In Hausse-Zeiten besteht die Gefahr, dass Risiken systematisch ausgeblendet werden. Vermögensverwalter bauen deshalb vermehrt Asset-Liability-Checks in ihre Strukturierung der Anlageklassen ein, statt ausschliesslich auf die Rendite zu schauen. So wird nicht nur die Rendite optimiert, sondern auch das Risiko, das man mit der Rendite ins Depot nimmt.

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Assets under Management
Die Anzahl verwalteter Vermögen ist eine wichtige Kennzahl im Private Banking. Da sich die Erträge einer Bank wesentlich von den wertabhängigen Gebühren ableiten, ist die Zahl der Assets under Management für künftige Gebühreneinnahmen entscheidend. Analysten verfolgen aufmerksam, ob Banken neue Vermögen anziehen oder die Assets under Management stagnieren. Stark wachsende Assets under Management sind ein Indiz für die erfolgreiche Akquisitionspolitik der Bank.

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Ausgabekommission
Kommission, die dem Käufer beim Verkauf von Anteilscheinen vom Anbieter belastet wird.

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Auslandsbanken
Der Finanzplatz Schweiz ist sehr vital. Dies zieht ausländische Banken an, die hier Filialen und Repräsentanzen eröffnen. 2004 gab es total 150 Auslandsbanken in der Schweiz. Die Zahl ist stabil, Abgänge werden durch Neuzugänge wettgemacht. Dahinter steckt allerdings viel Bewegung: nur 70 der heute aktiven Auslandsbanken waren schon 1990 in der Schweiz. Und die Zahl der Beschäftigten nahm hier seit 1990 um 60 Prozent zu.

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Ausübungspreis (Strike)
Dieser Preis gibt an, zu welchem (im Voraus vereinbarten) Preis bestimmte Aktien gekauft, respektive verkauft werden können.

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B

Bankengesetz
Das Bankengesetz (Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen) hat den Schutz der Gläubiger und die Stärkung des Finanzplatzes Schweiz zum Zweck. Es regelt die Bewilligungsvoraussetzungen zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit einer Bank, die Geschäftstätigkeit selbst und die Rechnungslegung. Ausserdem hält es fest, dass die bankengesetzliche Revision von privaten Revisionsstellen durchgeführt wird und die Aufsicht über die Banken der Eidgenössischen Bankenkommission obliegt.

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Bankrisiken
Risiken, mit denen das Betreiben von Bankgeschäften verbunden ist. Nach heutigem Verständnis zählen dazu das Kreditrisiko, das Marktrisiko und das Operationale Risiko, für welche Eigenmittel zu hinterlegen sind. Für «sonstige Risiken», etwa das strategische Risiko oder das Reputationsrisiko, besteht kein Eigenmittelerfordernis.

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Basiswert (Underlying)
Damit wird die, dem Derivat zu Grunde liegende Finanzanlage bezeichnet. Dies können Einzeltitel, aber auch Indizes, Währungen, Rohstoffe oder selbst Derivate wie Future-Kontrakte sein.

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Behavioral Finance
Neuere Erkenntnisse in den Finanzwissenschaften bauen psychologische Effekte in die Analyse der Finanzmärkte ein. So ist es etwa eine Tatsache, dass Anleger sich nur ungern von ihren Verlusten trennen. Dies führt zu Verzerrungen im Anlageverhalten, die «Theorie des rationalen Anlegers», der in jedem Moment über alle Informationen an den Märkten verfügt, funktioniert in diesem Falle nicht.

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Beta-Faktoren
Acht Faktoren, die im sog. Standard- oder Geschäftsfeldansatz zur Ermittlung des Eigenkapitals für das Operationale Risiko verwendet werden. Sie geben jenen Prozentsatz der Bruttoerträge eines Geschäftsfeldes an, der betragsmässig als Eigenmittel für das Operationale Risiko des betreffenden Geschäftsfelds zu hinterlegen ist.

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Bankaufsichtlicher Überprüfungsprozess (engl. Supervisory Review Process)
Bildet neben Mindestkapitalanforderungen und Marktdisziplin die zweite Säule des bankaufsichtlichen Überprüfungsprozesses. Er stellt einen ergänzenden, stark qualitativen Aspekt der Beaufsichtigung, mit möglichst intensivem Kontakt zwischen Aufsicht und Banken dar.

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Bonität (*lat. bonitas = Güte)
Unter der Bonität wird die Finanzkraft und die Vertrauenswürdigkeit eines Staates, einer Firma oder auch eines Bankkunden verstanden. Im letzteren Fall spricht man auch von der Kreditwürdigkeit, d.h. der Einschätzung der (Rück-)Zahlungsfähigkeit.
Die Bonität hat einen entscheidenden Einfluss auf die Konditionen, zu welchen Kredite erhältlich sind. Bankinterne Bonitätsbeurteilungen erfolgen meist nach dem Vorbild externer Rating-Agenturen.

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C

Compliance
Der Begriff Compliance/Regelüberwachung bezeichnet die Gesamtheit aller zumutbaren Maßnahmen, die das regelkonforme Verhalten eines Unternehmens, seiner Organisationsmitglieder und seiner Mitarbeiter im Hinblick auf alle gesetzlichen Ge- und Verbote begründen. Darüber hinaus soll die Übereinstimmung des unternehmerischen Geschäftsgebarens auch mit allen gesellschaftlichen Richtlinien und Wertvorstellungen, mit Moral und Ethik gewährleistet werden.

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Call-Option
Der Käufer einer Call-Option erwirbt das Recht (nicht die Pflicht), einen bestimmten Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Er muss dem Verkäufer dafür eine Prämie zahlen. Dieser tritt gleichzeitig die Rechte am Basiswert ab – er wird zum Stillhalter.

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Clearing
Bevor ein Geldbetrag über ein Zahlungssystem überwiesen wird, übermittelt die Senderbank der Empfängerbank über eine zentrale Gegenpartei eine Zahlungsmeldung. Diese wird in einem Prozess, Clearing genannt, identifiziert, abgestimmt, übermittelt, bestätigt und unter Umständen zur Ermittlung der Schlussposition auch aufgerechnet.

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Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosten-Effekt)
Zahlt ein Anleger regelmässig einen fixen Betrag in einen Fonds ein, werden bei steigendem Kurs des Fonds für denselben Betrag weniger – bei fallendem Kurs jedoch mehr Anteile gekauft. Die positive Wirkung des Cost-Average-Effekt (günstigerer Durchschnittspreis bei schwankenden Fondskursen) ist vor allem bei Aktienfonds sinnvoll.

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Courtage
Die Banken verlangen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren eine Kommission, die Courtage. Sie ist von Bank zu Bank, je nach der Art des Produkts, und teilweise auch je nach Höhe der Wertpapierumsätze verschieden. Mit dem Aufkommen von Online-Brokern sind die Courtagen in den letzten Jahren stark gesunken.

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D

Due Diligence
Due Diligence, ein Begriff, der ursprünglich aus der Finanzbranche stammt. Übersetzbar als „die gegebene/notwendige Sorgfaltspflicht“. Beschreibt einen Vorgang, bei dem Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen vor dem Verkauf oder dem Kauf geprüft werden. Im Projektmanagement taucht dieser Begriff im Zusammenhang mit der Risiken- und Chancenanalyse bei der Projektplanung und –iniziierung auf. Due Diligence kommt auch bei der Prüfung einer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der Stärken und Schwächen sowie der künftigen Chancen und Risiken von Unternehmen, die vor einer geplanten Fusion oder Übernahme stehen.

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Derivate
Derivate (auch: Derivative Finanzinstrumente) sind Produkte, deren Marktwert sich von den klassischen Basisinstrumenten (wie z.B. Aktien, Anleihen oder Gold) ableitet. Zu den Derivaten zählen handelbare Finanzprodukte wie Futures, Optionen, Zertifikate, Optionsscheine sowie nicht standardisierte Finanzprodukte wie Termingeschäfte (Forwards) oder Swaps.
Der Handel mit derivativen Finanzinstrumenten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Anfänglich auf vergleichsweise einfache Marktrisiken wie Aktien- und Rohstoffpreise bezogen, wurden die dort erprobten Konzepte auch auf Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken angewendet. Inzwischen werden beispielsweise auch Kredit- und Wetterrisiken durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.

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Discount-Zertifikat
Zertifikate oder strukturierte Produkte bestehen aus der Direktanlage in einen Basiswert mit gleichzeitigem Verkauf einer Call-Option auf das selbe Underlying. Mit dem Prämienerlös und den einbehaltenen Dividendenzahlungen wird der Discount finanziert. Die Rendite ist nach oben limitiert (Cap), Kursverluste werden durch den erhaltenen Discount abgefedert.

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D&O-Versicherungen
«Directors and Officers»-Versicherungen» schützen das Privatvermögen von hochrangigen Firmen-Kadermitarbeitern, Verwaltungsräten, Stiftungsräten, Mitarbeitern der Revisionsstelle und anderen Unternehmensorganen vor Haftpflichtansprüchen, für die diese Personen persönlich haften.

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E

Early-Stage Phase
Die Early-Stage-Phase, mit ihren Unterphasen – Seed-Phase, Start-Up-Phase und First-Stage, ist sicherlich als die unternehmerisch risikoreichere, aber auch als die gewinnbringendste Phase anzusehen. Im Vordergrund stehen hierbei die Innovation bzw. die Produktentwicklung und der Aufbau der Unternehmensorganisation.

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Erwarteter Ertrag
Der erwartete Ertrag ist ein Mittelwert über alle zukünftig möglichen Werte der Rendite eines Finanzinstruments oder Portfolios. Die möglichen Abweichungen von diesem Erwartungs- oder Mittelwert werden in der Regel mit den Risikokennzahlen «Standardabweichung» und «Varianz» gemessen.

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Exchange Traded Funds (ETFs)
Fonds, die einen bestimmten Index nachbilden und wie Aktien an einer Börse gehandelt werden. Zur Auswahl stehen heute für die Anleger ETFs auf die verschiedensten Indizes wie etwa SMI, DAX, Euro Stoxx 50, Down Jones Industrial, S&P 500 oder den Nasdaq 100. Wer in einen ETF investiert, hat die Gewissheit, dass sich dessen Wert im Gleichschritt mit dem betreffenden Index entwickelt. Weil nur sehr wenige aktive Fondsmanager es schaffen, ihren Vergleichsindex über mehrere Jahre hinweg zu übertreffen, nimmt das Interesse an den vergleichsweise günstigen ETFs ständig zu.

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F

Family Office
Ein Family Office koordiniert die Finanz- und Rechtsdienstleistungen vermögender Kunden über sämtliche Vermögensbestandteile hinweg. Traditionell handelt es sich dabei um Single Family Offices, also um Vermögensverwaltungsfirmen im Familieneigentum, die ausschliesslich den Familienbesitz betreuen. Heute werden meist auch der Familie Nahestehende und ausgesuchte Drittkunden betreut. Zahlreiche Investment-, Gross- und Privatbanken betreiben heute ein Family Office und bieten individuelle produkt- und bankneutrale Beratungen für vermögende Kunden an.

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Finanzplanung
Die produkt- und anbieterneutrale Optimierung von Privatvermögen, Vorsorge, Steuern, Güter-/Erbrecht und Einnahmen/Ausgaben-Budget zur finanziellen Realisierung persönlicher Ziele und Wünsche (Frühpensionierung, Erwerb von Wohneigentum, Auswanderung) oder zur Meisterung finanziell kritischer Lebensphasen (Pensionierung, Scheidung, Invalidität).

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Fondsgebundene Lebensversicherung
Die Kombination einer herkömmlichen Lebensversicherung, die ein Risiko abdeckt, mit einer Anlage in Fonds. Der Sparteil der Prämie (Teil, der nicht zur Deckung des Todesfallrisikos nötig ist) wird in einen oder mehrere Fonds investiert.

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Fundamentalanalyse
Mit der Fundamentalanalyse können Unternehmen (Aktiengesellschaften) mittels so genannter Aktienkennziffern vergleichbar gemacht werden. Hauptziel der Fundamentalanalyse ist es, das Unternehmen und den dazu gehörigen Markt zu verstehen. Man kann eine Fundamentalanalyse in drei wesentliche Bestandteile unterteilen:

1. Industrieanalyse
Bei der Abschätzung der Gewinnaussichten des Unternehmens ist die dazugehörige Industrie genau zu analysieren: «Wie stark wird der Gesamtmarkt wachsen?», «Was sind die Besonderheiten der Branche?» und «Welche besonderen Einflussfaktoren bestimmen den Markt?».

2. Strategieanalyse
Von Bedeutung ist auch, wie das Unternehmen im betreffenden Markt positioniert ist. Es reicht nicht aus, in einem lukrativen Markt präsent zu sein, wenn die Wettbewerber eine aussichtsreichere Strategie verfolgen. Hier sollte man sich näher mit den Personalien des Managements vertraut machen und in Erfahrung bringen, wie erfolgreich es in der Vergangenheit bei anderen Tätigkeiten war. Einen Geschäftsplan kann man in seinen Grundzügen oft auf der Website des betreffenden Unternehmens nachlesen und dabei beurteilen, wie realistisch und plausibel er ist.

3. Analyse der Unternehmens- und Aktiendaten
Daran kommt keine Fundamentalanalyse vorbei. Hier wird der aktuelle Preis der Aktie mit Kennzahlen der Geschäftstätigkeit (Gewinn, Umsatz) in Zusammenhang gebracht. Es entstehen die so genannten Aktienkennziffern. Durch Vergleichswerte kommt man zu einer Aussage über die aktuelle Bewertung an der Börse und zur Einschätzung, ob die Aktie als unter- bzw. überbewertet anzusehen ist. Anleger sollten allerdings beachten, dass die Analysen stets entweder auf Vergangenheitswerten oder auf ungesicherten Schätzungen für die Zukunft beruhen.

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G

Gebühren
Im Private Banking wird im Wesentlichen zwischen bestandsbezogenen (oft auch Management Fees genannt) und transaktionsbezogenen Gebühren unterschieden. Die ersteren werden meist in Prozent des verwalteten Vermögens berechnet, können jedoch, entsprechend der Komplexität des Vermögensverwaltungsmandats, sehr unterschiedlich sein. Transaktionsabhängige Gebühren sind vor allem Courtagen oder Kommissionen für Wertpapiergeschäfte und hängen von der Art der Produkte ab. Daneben gibt es im Private Banking auch Beratungshonorare. Erbschafts-, Nachlass- oder Vorsorgefragen werden von Experten oft im Stundenansatz verrechnet. Heutige Banken gestalten ihre Gebührenstruktur transparent.

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Geldmarkt
Der Geldmarkt ist der Markt für die Aufnahme und Anlage von kurzfristigen Geldern. Als kurzfristig gelten im wesentlichen Gelder mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Neben der Zentralbank und den Geschäftsbanken, die sich gegenseitig Zentralbankgeld zur Verfügung stellen, treten als Akteure auch öffentliche und private Nichtbanken auf dem Geldmarkt auf.

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Geldmarktfonds
Geldmarktfonds sind Anlagefonds, die hauptsächlich in Geldmarktpapiere mit kurzer Laufzeit, typischerweise bis maximal 12 Monate, und zumeist nur einer Währung investieren.

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Geldwert
Der Geldwert ist die Kaufkraft des Geldes und drückt die für eine Geldeinheit käufliche Gütermenge aus. Unterschieden wird in Binnen- und Aussenwert des Geldes. Der Binnenwert entspricht dem Kehrwert des Preisniveaus. Bei einem Anstieg des Preisniveaus sinkt die mit einer Geldeinheit zu erwerbende Gütermenge und umgekehrt. Folglich entwickeln sich Preisniveau und Kaufkraft des Geldes immer entgegengesetzt. Beim Aussenwert des Geldes handelt es sich um die Menge an ausländischer Währung, die mit einer inländischen Geldeinheit erworben werden kann. Der Aussenwert entspricht dem Wechselkurs in der Mengennotierung.

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Geschlossene Fonds
Die Mittel für den Start solcher Fonds werden durch den Verkauf einer bestimmten, von vornherein begrenzten Anzahl von Anteilen aufgebracht. Ist das geplante Fondsvolumen erreicht, wird der Fonds geschlossen. Der Kurs eines Anteils wird durch die freie Preisbildung bestimmt und richtet sich nicht nach dem tatsächlichen Wert des Fondsvermögens. Deshalb kann der Fonds, je nach Angebot und Nachfrage, mit einem Aufgeld (Agio) oder einem Abgeld (Disagio) gegenüber dem Inventarwert gehandelt werden.

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Governance
Unter Corporate Governance verstehen wir die Regeln und Grundsätze von Organisation, Verhalten und Transparenz, durch die ein Unternehmen geleitet und kontrolliert wird. Unternehmen sind gegenüber ihren Kapitalgebern, ihren Kundinnen und Kunden sowie ihren Mitarbeitenden einer guten Corporate Governance verpflichtet. In der Regel folgen die Darstellungen der Corporate Governance der am 1. Juli 2002 in Kraft getretenen Corporate Governance-Richtlinie der SWX Swiss Exchange, den «Angaben zur Anwendung der Richtlinie Corporate Governance» der Eidgenössischen Bankenkommission und den Leitlinien und Empfehlungen des «Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance» des Verbandes der Schweizer Unternehmen (economiesuisse) vom 25. März 2002.

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H

Hedge Funds
Anlagevehikel, die hinsichtlich ihrer Strategie und der eingesetzten Finanzinstrumente bisher keine detaillierten Vorschriften einhalten mussten. Der Erfolg hängt somit weit gehend von den Fähigkeiten der Fondsmanager ab. Grundidee: unabhängig von der Gesamtmarktentwicklung positive Renditen erzielen und damit das Kapital schützen (to hedge).

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Hedge-Fund-Strategie
Bei Long/Short-Aktienstrategien kauft der Fondsmanager Aktien, von denen er steigende Kurse erwartet und tätigt Leerkäufe von Titeln, die seiner Ansicht nach an Wert verlieren. Event-Driven-Strategien investieren dort, wo sich auf Grund bedeutender Ereignisse (z.B. Fusionen, Übernahmen) Gelegenheiten für hohe Kursgewinne ergeben. Die CTAs (Commodity Trading Advisors) investieren in Rohstoff-, Währungs- und andere Finanzterminkontrakte.

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High Net Worth Individual (HNWI)
Darunter versteht man sehr reiche Privatkunden. Die Vermögensgrösse, ab welcher man als HNWI gilt, ist bankintern definiert (Beispiel: Merrill Lynch zählt einen Kunden mit einem frei verfügbaren Anlagevermögen (ohne Immobilien) von 1 Mio. Dollar zu den HNWI). Noch reichere Kunden heissen entsprechend Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI), wobei die Schwelle bei etwa 10 Mio. Dollar liegt. Die meisten Private Banking-Institute bedienen auch Kunden mit kleineren Vermögen. Kunden mit einem Anlagevermögen von CHF 500 000 und mehr gelten als Private Banking-Kunden.

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I

Immobilienportfolio, auch Immobilien-portefeuille
Beschreibt die Gesamtheit von Anlagen in Immobilien, die einer Einzelperson oder einer Organisation gehören. Das Immobilienportfolio kann entweder vom Eigentümer selbst oder von einer professionellen Drittpartei verwaltet werden.

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Integrale und medienumfassende Marketing-Strategie
Die Marketing-Strategie ist die geplante (langfristige) allumfassende Vorgehensweise zur Erreichung der Marketing-Ziele und findet ihre konkrete Umsetzung in den operativen (taktischen) Massnahmen (Implementierung). Eine Strategie bewegt sich primär im Spannungsfeld «Kunde», «Konkurrenz» und «Unternehmung».

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Index
Ein Index (z.B. ein Aktienindex) misst die Preisentwicklung eines Finanzmarktes (z.B. des Aktienmarktes) oder eines Teils davon. Er erfasst ein definiertes Portfolio von Finanzinstrumenten (z.B. Aktien) aus dem jeweiligen Finanzmarkt. Deren Kurs, multipliziert mit bestimmten Gewichtungsfaktoren, ergibt den jeweiligen Indexstand.

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Indikator
Kenngrösse oder Masszahl zur Bestimmung eines vorhandenen Risikos.

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Innerer Wert
Der Optionspreis setzt sich aus dem Zeitwert und dem inneren Wert zusammen. Letzterer errechnet sich bei der Call-Option aus der Differenz zwischen Aktienkurs und Ausübungspreis (Strike).

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Islamic Banking
Private Banking-Angebote für Kunden, die ihr Geld nach den Grundsätzen des Koran anlegen wollen. Dies schliesst u.a. ein Zinsverbot ein sowie die Bedingung, keine Investitionen in den Alkohol- und Genussmittelbereich zu tätigen.

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J

Kein Begriff

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K

Kapitalschutz
Derivative Finanzinstrumente lassen sich so konstruieren, dass der Anleger einen bedingten oder vollen Kapitalschutz geniesst. Dafür partizipiert er beispielsweise nur teilweise an der Wertentwicklung der Aktie oder tritt die Dividendenzahlungen ab.

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Kennzahl
Kennzahlen drücken messbare Eigenschaften (z.B. von Finanzinstrumenten oder Portfolios) kurz und prägnant aus. Sie werden nach bestimmten Kriterien errechnet. Wesentliche Merkmale in Analysen und Berechnungen lassen sich auf einfache Zahlen reduzieren. Beispiele: Als Kennzahl für den Ertrag wird typischerweise der Erwartungswert benützt, und die Varianz ist eine typische Kennzahl, welche Aussagen über das Risiko macht.

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Knock-out-/Knock-in-Optionen
Exotische Form von Optionen, bei denen das Optionsrecht verfällt (Knock-out) oder erst aktiviert wird (Knock-in), wenn der Basiswert einen gewissen Schwellpreis (Barriere) erreicht.

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K&R-Versicherungen
Damit ist es möglich, sich für den Fall der Entführung (Kidnapping) oder Erpressung (Ransom) von Firmenvertretern und vermögenden Privatpersonen gegen Lösegeldzahlungen zu versichern.

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L

Lastschriftverfahren (LSV)
System zur elektronischen, beleglosen Abwicklung von Zahlungsaufträgen mittels Belastungsaufträgen, bei dem der Rechnungssteller die Zahlung auslöst (debit transfer). Voraussetzung dafür ist einerseits die Belastungsermächtigung des Kontoinhabers und andererseits die Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen des Zahlungsempfängers.

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Liquidität
Unter Liquidität versteht man leicht verflüssigbare Anlagen, in der Regel Guthaben auf einem Bankkonto. Es ist wichtig, die erforderliche Liquidität vom Anfangsvermögen abzuziehen (Liquiditätsreserve), um den Anlagebetrag zu erhalten, welcher im Finanzplaner eingesetzt werden kann.

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Liquiditätsreserve
Unter der Liquiditätsreserve wird der Anteil des Anfangsvermögens verstanden, der für die Abdeckung der unmittelbaren Ausgaben eines Haushaltes als Liquidität zur Verfügung steht und deshalb bei der Bestimmung des Anlagebetrages im Finanzplaner abgezogen wird.

top

M

Management Fee
Verwaltungsgebühr, die von der Fondsleitung für die Verwaltung des Fondsvermögens erhoben wird. Die Höhe wird von der Fondsleitung für jeden Fonds individuell festgelegt und im Verkaufsprospekt ausgewiesen. Sie variiert üblicherweise zwischen 0,5 Prozent und über 2 Prozent pro Jahr. Berechnungsgrundlage der Management Fee ist das Fondsvermögen, dem sie in regelmässigen Abständen (z.B. täglich oder monatlich) belastet wird.

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Marktrisiko (engl. Market Risk)
Gefahr, dass bestehende Aktiva aufgrund einer negativen Marktentwicklung (Zinssätze, Aktien- und Wechselkurse, Gold- und Rohstoffpreise) an Wert verlieren und für den Risikoträger (im Vergleich zum investierten Kaufpreis) ein Verlust entsteht.

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N

Non-profit orientiert
Beschreibt eine nicht profitorientierte Handlung, welche in der Regel soziale Ziele hat, wobei unter dem Begriff sozial auch Sport, Bildung, Kultur, Forschung und Freizeitgestaltung fällt.

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Net Asset Value (NAV)
Zieht man vom Verkehrswert des Fondsvermögens die Verpflichtungen ab, ergibt sich der NAV, zu deutsch Nettoinventarwert. Wird diese Summe durch die Anzahl der ausstehenden Anteile dividiert, ergibt sich der NAV pro Anteilschein.

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No-Load-Funds
Fonds, die ohne Ausgabekommission verkauft, dafür aber meist mit einer höheren Verwaltungskommission belastet werden. Sie eignen sich eher bei kürzerem Anlagehorizont und werden daher auch als Trading-Fonds bezeichnet.

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O

Offshore Private Banking
Internationale Finanzplätze mit besonders günstigen Standorteigenschaften. Internationale Kapitalströme werden häufig in solche Offshore-Zentren gelenkt. Die Schweiz ist weltweit Marktführerin als Offshore-Finanzplatz in der Vermögensverwaltung.

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Onshore Private Banking
Immer mehr Kunden wollen in jenen Ländern betreut werden, wo sie auch leben. Das heisst, die Vermögensverwalter müssen zu den Kunden gehen und dort Repräsentanzen aufbauen. Das nennt man Onshore, im Gegensatz zu Offshore, wo das Kundengeld aus diesen Ländern hinfliesst.

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P

Philanthropy
Als Philanthropen werden Menschen bezeichnet, die für andere Gutes tun oder gar ihr Leben dem Dienst an ihren Mitmenschen widmen, also vorrangig altruistisch handeln. In den USA, wo private Wohltätigkeit traditionell eine grosse Rolle spielt, wird der Begriff „philanthropist“ (Philanthrop) vielfach auch auf reiche Personen angewandt, die grosse Teile ihres Vermögens zu wohltätigen Zwecken einsetzen. Verschiedene Banken führen zur Betreuung solcher Kunden spezielle Abteilungen (Philanthropy Services).

Philanthropen wollen sich für die Gesellschaft engagieren. Die Umsetzung von wohltätigen Projekten erfordert nicht nur guten Willen, sondern auch Disziplin, Erfahrung und Know-how. Durch die Kompetenz und die offene Architektur von UBS, dem weltweit führenden globalen Vermögensverwalter, geniessen Sie direkten Zugang zu erstklassigem Fachwissen und konkreten Lösungen.

Einige Philanthropen wollen in direkten Kontakt mit den Begünstigten treten, andere bevorzugen es, im Hintergrund zu bleiben.

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Privileged Partner
In diesem Falle werden Geschäftspartner beschrieben, welche in Ihrer Branche Spezialisten sind und mit einer Generalunternehmung eine nicht bindende Partnerschaft eingehen. Dies mit dem Ziel, gründliche Lösungen vom Experten anbieten zu können.

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Private-Equity
Unter Private Equity versteht man Investitionen in späteren Phasen der Unternehmensentwicklung, etwa zur Umsetzung von Expansionsplänen in neue Märkte oder von Wachstumsstrategien durch den Ausbau existierender Produktionslinien. Bei Unternehmensumstrukturierungen dient Private Equity oft dazu, dem bestehenden Management den Kauf des Unternehmens zu ermöglichen (Management-Buy-Out) oder aber die Übernahme durch ein externes Management zu ermöglichen (Management-Buy-In). Da Private Equity in der Regel etablierten Unternehmen zur Verfügung gestellt wird, ist das unternehmerische Risiko im Vergleich zu einer Venture Capital Investition grundsätzlich als geringer einzustufen.

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Performance
Eine Kennzahl, die den Fortschritt innerhalb einer Organisation hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren erfasst.

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Portfolio Management
Portfolio - v. lat. folium «Blatt» und portare «tragen» - (seltener auch Portefeuille) bezeichnet eine Sammlung von Wertanlagen eines Typs. Im übertragenen Sinne kann es auch eine Sammlung von hilfreichen Methoden, Verfahren oder Handlungsoptionen bedeuten. Ursprünglich bezeichnete es eine Brieftasche.

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Prämie
Monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zu zahlender Versicherungsbeitrag. Die Prämie enthält üblicherweise einen Risikoanteil (=Teil der Prämie, welcher als Preis für den Versicherungsschutz während der Laufzeit der Versicherung bezahlt wird), einen Kostenanteil (=Teil der Prämie, welchen die Versicherung zur Deckung ihrer betrieblichen Kosten verlangt) sowie einen Sparanteil (= Teil der Prämie, welcher für die Auszahlung ab Pensionierung angespart wird).

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Private Banking
Das Private Banking befasst sich mit der Vermögensberatung und der Vermögensverwaltung. Bei der Vermögensberatung erhält der Kunde von seinem Berater Anlagevorschläge, auf deren Grundlage er selbstständig entscheidet.

Bei der Vermögensverwaltung hingegen gibt er der Bank den Auftrag, sein Vermögen nach festgelegten Grundsätzen, z.B. der Risikoeinstufung, zu verwalten. Er nimmt nicht direkt Einfluss auf einzelne Anlageentscheidungen.

Lange Zeit war das Private Banking den Privatbankiers vorbehalten. Heute sind Bankinstitute aller Art in diesem Bereich aktiv. Die Vermögensuntergrenzen, ab denen Private Banking angeboten wird, variieren von Bank zu Bank. In der Regel liegen sie zwischen CHF 150’000.- und CHF 1 Mio. liquidem Vermögen. Als besondere Art des Private Banking gilt das Family Office, welches ausschliesslich sehr grosse und diversifizierte Vermögenswerte betreut.

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Privatbankiers
Ein geschützter Titel, der für jene Minderheit von Banken steht, die noch von Einzelunternehmern oder Partnern geleitet werden, die mit ihrem eigenen Vermögen unbeschränkt für die Verbindlichkeiten haften. Diese Form des Private Banking garantiert – nach Meinung ihrer Vertreter – eine spezielle Form der Unabhängigkeit und den sorgsamen Umgang mit Kundengeldern. Besonders bekannt sind die Genfer Privatbankiers. In der Schweiz arbeiten heute rund 3900 Mitarbeiter bei echten Banques privées.

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Put-Option
Der Käufer einer Put-Option erwirbt das Recht (nicht die Pflicht), einen bestimmten Basiswert zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Dafür muss er dem Verkäufer der Put-Option eine Prämie entrichten. Dieser tritt gleichzeitig die Rechte am Basiswert ab – er wird zum Stillhalter.

top

Q

Kein Begriff

top

R

Real Estate
Ist die angelsächsische Bezeichnung für Grundbesitz und Immobilien. Es umfasst alle relevanten Bereiche der Immobilienwirtschaft. Der Begriff Real Estate steht zudem in Zusammenhang mit Investitionen in Liegenschaften oder in Gesellschaften und Anlageinstrumente, die im Immobiliengeschäft tätig bzw. in Immobilien investiert sind.

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Referenzwährung
Die Referenzwährung ist die Währung, in der ein Bankkunde voraussichtlich den Grossteil seiner künftigen Ausgaben tätigt. Sie wird am Anfang einer Bankbeziehung bestimmt. Die Wahl der Referenzwährung beeinflusst die Zusammensetzung des optimalen Portfolios. Sie wird auch für die Darstellung der Portfoliobewertung verwendet.

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Rendite
Die Rendite ist der gesamte Ertrag eines Einzeltitels oder eines Portfolios über einen Zeitraum, inklusive allen Auszahlungen wie Dividenden oder Zinsen. Sie wird normalerweise in Prozent pro Jahr angegeben.

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Reverse convertible
Zertifikat oder strukturiertes Produkt, bestehend aus einer festverzinslichen Komponente und dem Verkauf einer Put-Option. Wird aufgrund der Coupon-Zahlung auch Aktienmantel genannt. Beim Standard-Konstrukt ist die Rendite limitiert, Kursrückgänge werden durch die erhaltenen Coupons abgefedert.

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Risiko
Der Begriff entstammt dem Seeversicherungswesen des ausgehenden Mittelalters (ital. rischio, span. risco bedeutet «Klippe»). Er wurde bald allgemein als Bezeichnung für Gefahren (bzw. die drohenden Schäden) bei misslichem Ausgang ungewisser Handelsgeschäfte (gegenüber den winkenden Gewinnen bei glücklichem Ausgang) verwendet.
Im heutigen finanziellen Sinn wird darunter die Gefahr (d.h. die Eintretens-wahrscheinlichkeit) eines Verlustes verstanden, sei es als Preis für die Möglichkeit, einen Gewinn zu erwirtschaften (Markt- und Kreditrisiko) oder als dem Betreiben des Geschäfts an sich innewohnende (operationale) Risikokomponente. In beiden Fällen geht echte Gefahr nur von unbewusst eingegangenen und/oder schlecht gemanagten Risiken aus (siehe Risikomanagement).

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Risikoaversion
Die Risikoaversion beschreibt, wie gross der Nutzenverlust für eine Person ist, wenn Sie ein Risiko zu tragen hat. Eine risikoaverse Person ist bereit, eine Prämie zu zahlen, um Risiken an jemand anderen (z.B. eine Versicherung) abzutreten. Ein risikoneutrales Individuum ist Risiken gegenüber indifferent, und eine risikofreudige Person würde sogar bezahlen, um an einem riskanten Projekt teilhaben zu können. In der ökonomischen Theorie geht man allgemein davon aus, dass Individuen risikoavers sind.

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Risikobereitschaft
Die Risikobereitschaft hält fest, wie viel finanzielles Risiko ein Bankkunde eingehen will und gibt damit an, wie dieser den Kompromiss zwischen Risiko und erwartetem Ertrag subjektiv einschätzt. Je stärker ausgeprägt die Risikoaversion einer Person ist, desto geringer ist ihre Risikobereitschaft. Die Risikobereitschaft ist kein absoluter Wert, sie ist immer relativ zur betrachteten Situation zu sehen.

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Risikofähigkeit
Die Risikofähigkeit drückt aus, wie viel finanzielles Risiko ein Bankkunde objektiv tragen kann. Sie ist abhängig von Faktoren wie der finanziellen Situation, dem Alter und den familiären Gegebenheiten. Die Risikofähigkeit ist kein absoluter Wert, sie ist immer relativ zur betrachteten Fragestellung zu sehen.

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Risikomanagement
Laufender Prozess der Evidenthaltung und des verantwortungsvollen Umgangs mit vorhandenen Risiken aller Kategorien (Marktrisiken, Kreditrisiken, Operationale Risiken).

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Risikominderung (Risk Mitigation, lat. mitigare = aufweichen, lindern)
Methoden beim Kreditrisiko, mit deren Hilfe eine Bank sich teilweise gegen die Rückzahlungsunfähigkeit eines Kreditnehmers schützen kann, z.B. durch Hereinnahme von Garantien oder Sicherheiten, durch den Erwerb von Sicherungsinstrumenten u.a.m.
Beim Operationalen Risiko, das sich nur bis zu einem gewissen Grad «vermindern» lässt, bezeichnet Risikominderung die entgeltliche Übertragung von Risiken auf Dritte, etwa auf Versicherungen oder Outsourcing-Anbieter. Bankaufsichtlich steht dabei im Vordergrund, dass ein vorhandenes Risiko durch eine solche Massnahme nicht nur scheinbar, sondern effektiv übertragen wird, so dass im Schadensfall die Leistung einer Versicherung ausreichend schnell zur Verfügung steht oder Verträge mit Bankexternen rechtlich entsprechend ausgestaltet sind.

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Risikoprofil
Umschreibt die Risikofähigkeit und Risikobereitschaft (siehe dort) eines Kunden, welche sich aus dessen individuellen Voraussetzungen, Zielen und Lebensumständen ableitet.
Auch für ein Bankinstitut selbst kann ein Risikoprofil erstellt werden. Darin wird festgehalten, wie die Risiken der Bank (siehe nachfolgend), also letztlich die geschäftlichen Schwerpunkte, verteilt sind.

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Reverse Convertible
Zertifikat oder strukturiertes Produkt, bestehend aus einer festverzinslichen Komponente und dem Verkauf einer Put-Option. Wird aufgrund der Coupon-Zahlung auch Aktienmantel genannt. Beim Standard-Konstrukt ist die Rendite limitiert, Kursrückgänge werden durch die erhaltenen Coupons abgefedert.

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S

Services for Foundations
Umfasst ganzheitliche Dienstleistungen für Stiftungen und deren Bedürfnisse, gemäss dem vorgegebenen Stiftungszweck durch eine neutrale und eigenständige Unternehmung.

Das Stiftungswesen in der Schweiz ist im Umbruch. Das traditionelle philantropische Handeln wird zunehmend durch betriebwirtschaftliches Denken ergänzt und erweitert. Effizienz und Effektivität sowie eine transparente Kommunikation sind neue Massstäbe, an denen Stiftungen gemessen werden.

Dieser Paradigmenwechsel stellt gerade kleinere und mittelgrosse Stiftungen vor neue Herausforderungen. Mit kulturellem und betriebwirtschaftlichem Know-how können neutrale und eigenständige Unternehmen dabei Stiftungen bedürfnisgerecht und zielgerichtet unterstützen.

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Second Opinion
Als Second Opinion wird das Einholen einer zweiten Expertenmeinung, z.B. um einen erstellten Befund zu bestätigen, bezeichnet.

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Stakeholder
Ein Stakeholder ist im Bereich des Projektmanagements jeder, der in irgendeiner Weise vom Projekt betroffen ist oder ein bestimmtes Interesse daran hat. Also Personen, die aktiv am Projekt mitarbeiten sowie auch Personen, die das Ergebnis oder den Verlauf des Projektes in jedweder Form beeinflussen können. In der Projektplanungsphase sollte eine Stakeholder- Analyse durchgeführt werden, um so zu ermitteln, wer zum Stakeholder- Personenkreis gehört. Stakeholder müssen über den fortschreitenden Verlauf des Projektes auf dem Laufenden gehalten werden. Demzufolge ist ein Stakeholder- eine Person, Personengruppe oder eine Organisation,- die aktiv am Projekt beteiligt ist oder durch den Projektverlauf oder das Projektergebnis beeinflusst wird.- die gegebenenfalls den Projektverlauf oder das Projektergebnis beeinflussen kann.

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Sekundärmarkt
Wird auch als OTC-Geschäft (over the counter) bezeichnet. In der Schweiz werden viele Derivate nicht an der Börse kotiert, sondern von den Emittenten direkt gehandelt.

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Schwarzgeld
Mit Ausnahme von Gold, Silber usw. weisen praktisch alle Anlagen eine Ausschüttung auf, die der schweizerischen Verrechnungssteuer oder einer ausländischen Quellensteuer unterliegt. Kann diese wegen der fehlenden Steuerdeklaration nicht zurückgefordert werden, vermindert sich die Nettoperformance. Wer also glaubt, die Anlagenrendite durch Steuerhinterziehung zu erhöhen, sollte sich dieser Tatsache bewusst sein. Renditehungrige Investoren werden leicht Opfer von Betrügern, wenn sie ihr Schwarzgeld in risikoreiche und manchmal dubiose Anlagen stecken. Mitwisserschaft macht zudem erpressbar, etwa bei Ehescheidungen, wenn der Partner Kenntnis vom Schwarzgeldkonto hat.

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Sharpe Ratio
Kennzahl, die aussagt, wie hoch das eingegangene Risiko durch die Performance belohnt wurde. Die Sharpe Ratio berechnet sich, indem der Perfomanceunterschied zwischen einem Fonds und einer risikolosen Geldanlage durch die Volatilität des Fonds dividiert wird. Je höher diese Zahl ist, desto besser.

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SICAV
Abkürzung von «Sociéte d’Investissement à Capital Variable». Ein Fonds, der als eigenständige Aktiengesellschaft konstruiert ist. Zweck einer SICAV ist die Anlage des Kapitals in Wertpapiere. Diese Rechtsform für Anlagefonds soll auch in der Schweiz eingeführt werden.

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Strategiefonds
Der Grundgedanke von Strategie- oder Portfoliofonds ist der, dass bestimmte Anlegertypen aufgrund persönlicher Konstellationen wie Risikofähigkeit oder Anlagehorizont zu Gruppen zusammengefasst werden können. Für diese Gruppen kann die gesamte Anlagestrategie mit einem einzigen Fonds umgesetzt werden, der typischerweise sowohl Aktien als auch Obligationen beinhaltet und über Regionen/Länder, Branchen und Währungen breit diversifiziert ist.

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T

Themenfonds
Themenfonds sind Anlagefonds, die ein bestimmtes Investitionsthema verfolgen, z.B. Aktienanlagen in vermeintlichen Zukunftsmärkten (Wasser, Freizeit) oder Anlagen in Unternehmen, die einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise leisten.

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Thesaurierende Fonds
Anlagefonds, deren Erträge nicht ausgeschüttet, sondern mehrheitlich im selben Fonds wieder angelegt werden.

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Total Expense Ratio (TER)
Kennzahl, in der alle laufenden Kosten zusammengefasst sind, die bei einem Fonds entstehen und die aus der Jahresrechnung ersichtlich sind. Die Managementgebühr stellt den grössten Anteil an der Total Expense Ratio dar. Hinzu kommen die Kosten der Fondsbuchhaltung, die Depotbankgebühr sowie die Revisionskosten. Nicht in der TER enthalten sind Transaktionskosten, die dem Fonds (und damit dem Anleger) durch den Kauf und Verkauf von Titeln entstehen.

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Track Record
Der Erfolgs- und Leistungsausweis eines Fondsmanagers. Der Track Record gilt als wesentlicher Faktor bei der Beurteilung, ob ein Fondsmanager auch künftig erfolgreich sein wird.

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Transaktionskosten
Mit der Durchführung einer Börsentransaktion verbundene Kosten, wie Courtagen, Clearinggebühren usw.

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U

Unternehmerische Sozialverantwortung (Corporate Social Responsibility)
Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens gegenüber seinen Anspruchsgruppen. Das Konzept von CSR integriert die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in ihr Kerngeschäft.

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V

Venture Capital (Risikokapital-Investitionen)
Venture Capital wird jungen Unternehmen, die über ein erkennbares Entwicklungs- und Wachstumspotential verfügen, in der Gründungs- oder Frühphase zur Verfügung gestellt. Es legt die Grundlage für einen raschen Aufbau des Geschäfts wie zum Beispiel bei der Entwicklung von innovativen Produkten.

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Vermögensverwaltungsmandate
Beim klassischen Vermögensverwaltungsmandat überlässt der Kunde alle vermögensrelevanten Entscheidungen der Bank. Deshalb ist es unerlässlich, in einem Beratungsgespräch genau festzulegen, welche Anlagepolitik der Berater verfolgen wird. Diese Mandate sind für die Banken am lukrativsten. Daneben gibt es auch so genannte Advisory- oder diskretionäre Mandate. Hier bleibt die Anlagepolitik Sache des Kunden, er erhält aber durch die Berater aktive Unterstützung bei den Anlageentscheiden und kann auf das Research oder die Experten der Bank zurückgreifen. Der Gebührenunterschied zwischen einem Vermögensverwaltungsmandat und einem vom Kunden selbst verwalteten Depot dürfte etwa zwischen 0,25 bis 0,5 Prozent der Anlagesumme p.a. betragen, was allerdings auch von der Komplexität der Anlagestrategie abhängt.

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Volatilität
Es wird zwischen historischer (zurückliegender) und impliziter (erwarteter) Volatilität unterschieden. Für die Optionspreisberechnung wird die letztere beigezogen: Mit steigender Volatilität steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Basiswert sehr hoch oder sehr tief notiert. Optionskäufe (Call oder Put) sind also an steigenden Volatilitäten interessiert: An steigenden Kursen (Beispiel: Call) partizipieren sie, bei fallenden bleibt der Verlust auf den eingesetzten Optionspreis limitiert.

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W

Wealth Management
Häufig als Synonym zum Begriff «Private Banking» verwendet. Manche Banken bezeichnen ihr Private-Banking neuerdings als «Wealth-Management Einheiten», womit man andeuten will, dass es nicht ausschliesslich um die optimale Vermögensanlage geht, sondern darum, die Vermögenssituation eines Kunden in verschiedenen Lebensphasen zu analysieren. Werte aus Immobilien- und Kunstbesitz werden dabei mit einbezogen. Beim Wealth Management spielen vor allem auch Fragen der Vorsorge, der Nachfolgeplanung, der Erbschaftsgestaltung oder des Firmenvermögens eine wesentliche Rolle.

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Währungsrisiko
Das Währungsrisiko ist die Möglichkeit, dass sich der Kurs einer Währung in der Zukunft verändert. Dieses Risiko ist für einen Anleger dann von Bedeutung, wenn er Anlagen in einer Währung hält, den Anlagebetrag aber später in einer anderen Währung beziehen möchte.

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Willensvollstrecker
Um sicher zu gehen, dass ihr letzter Wille auch umgesetzt wird, bestimmen viele Erblasser im Testament einen Willensvollstrecker (auch Testamentsvollstrecker genannt). Dies empfiehlt sich vor allem bei komplizierten familiären Verhältnissen (mehrere Ehen mit Nachkommen, Adoptivkinder, komplexe Vermögensverhältnisse usw.). Häufig wird als Willensvollstrecker ein Notar, Anwalt, Steuerberater, Treuhänder oder Vermögensverwalter benannt.

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X

Kein Begriff

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Y

Kein Begriff

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Z

Zertifikat
Verbrieftes derivatives Finanzinstrument, auch als strukturiertes Produkt bezeichnet. Gängigste Formen sind Baskets, Discount-Zertifikate oder Reverse Convertibles.

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